succulent
Freitag, 28. Februar 2020
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heute nacht konnte ich das erste mal seit sonntagnacht schlafen, durchschlafen.
ratlos sitze ich rum und habe keinen eigenen rythmus, keine struktur.
jetzt wo alles wegfällt, was für ihn getan werden musste -
sind die stunden blank und zittern.

gestern hatte ich frei, räumte, schleppte und putzte seine anwesenheit fort.
mit pausen, in denen ich fürchterlich weinte.
in einer dieser pausen dachte ich darüber nach, warum sein tod mich so anders, so grundliegender trifft;
nach 10 todesfällen in denen ich alle phasen des trauerns dachte kennengelernt zu haben.
aber keiner von den jungs lebte so eng mit mir und schon garnicht in dieser wohnung.
und es war einfacher, da der alltag nicht auf sie ausgerichtet war.
(jetzt, wo fast alle seine spuren - na, einiges wird bestimmt noch auftauchen - beseitigt sind, stolpere ich über dinge, die garnicht mehr an ihrem platz liegen oder stehen.)
ausserdem war der kleine kerl abhängig von mir.
ich tat was ich konnte, ich gab was ich geben kann doch auch er tat das -
mir vieles schenken.
als bruderherz starb, versuchte er mich zu trösten, nach meinem sturz legte er sich nachts oberhalb des gips und kuschelte mich dort wo ich fror.
solche sachen machte er .... daß er so lange und so gut mit mir zusammenlebte, das ist ein großes geschenk.

ich habe noch 4 schnurrbarthaare, auf meinem kopfkissen ist die linke seite voll mit seinem pelz und ich habe die böden noch nicht gewischt.
tatzenspuren....
das ist was ich, zeitlich begrenzt, gelassen habe.
er war mein seelenkatz.
ich werde mit keinen anderen mehr leben.
aber ich bin am überlegen, zwischenstation für einzelne katzen zu werden, die an neue halter vermittelt werden sollen.
das könnte mir gefallen.
    kuehl

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Sonntag, 11. März 2012
Ich werde mich hüten.
    kuehl

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Donnerstag, 27. Januar 2011
Gewiß - gewiß!
Nicht suchen nicht haschen nicht jagen. Sie soll bitte zu mir kommen.
Ich stecke.
Ein glattes Streichen über die Tastatur und ich fühle mich wohl, nach einem Tag an dem ich wieder vergaß und tat als wäre ich nicht ich.
Gewisses Erinnern ist unerwünscht, gewisses Erinnern ist schwierig und beide verlangen nach hartem Training.
Eben im Bus verstummten die Neueinsteiger nach dem Anfahren, denn es hatte sich Wasser im Hohlraum des Dachs verfangen und wir hatten die Geräuschkulisse einer Unterwasserfahrt; ein Rauschen und Plätschern ein Gurgeln und Schwappen vom Feinsten.
Da hatte sie mich kurz im Griff, verließ mich aber mit dem Austeigen und blieb zurück.
Die liebe Ruhe.
Gleich ziehe ich meinen BH aus und gestatte mir freies Atmen, vielleicht findet sie mich noch einmal.
    kuehl

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Freitag, 23. Juli 2010
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Die Wolken essen mir die Sehnsucht aus dem Leibe.
Auf daß sie platzen mögen; das mag ich so gern.
Umgewandelt habe ich die Energie, die in mir flattert, habe sie in Selbstgespräche und in Eigenbedarf gesteckt.
Ausgelacht habe ich mich.
Dabei bleibe ich.
Verrückt wohl fühle ich mich; verrückt betont.
Dem Drang barfuß zu gehen, nicht nachgegeben. Es soll nicht ein jeder wissend sehen, was ich bin.
Schaue nun an mir herunter und denke zärtlich: meine zwei Oldies....ihr solltet Grashalme spüren und die Massage vom Waschbeton! ....
Diese Zeiten kommen.
Ich verspreche mich.
    kuehl

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Dienstag, 9. März 2010
Und wenn dann alles den Bach runtergelaufen ist,
dann lässt es sich in dem See herrlich baden.

Ich weiß nicht woher ich das nehme, daß ich letztendlich positives Denken pflege.
    kuehl

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Samstag, 17. Oktober 2009
Erbarmen
Mit dem Älterwerden steigt das Bedürfnis danach; es selber aber kippt.
Die Gräben werden tief.
Schneller fliegt die Zeit ohne sie, Blicke, wachsamer denn je, halten nichts. Gebedeneit sei mein Leib und besser bekleidet.
    kuehl

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Mittwoch, 14. Oktober 2009
Sie, dumme Nuss, Sie.
Das Siezen ist eine wunderbare Dreingabe unserer Sprache.
Es drückt den Wunsch nach Distanz und nach einigem anderen aus.
Sie siezt ihren ehemaligen Mann, Menschen die sie nicht in ihrer Nähe haben möchte.
Sich selber siezt sie natürlich auch; das bietet ihr die Chance auf sich selber zu schauen, zum Einen; zum Anderen kann sie auf Distanz gehen zu den Dingen die sie zu sehr schmerzen würden.
Das ist vergleichbar mit dem Rauchen. Sie raucht eindeutig zuviel. Aber lieber lässt sie den verglühtenTabak durch ihren Mund gleiten, als manch eine Erinnerung.
    kuehl

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Mittwoch, 30. September 2009
Treibsand allerorten
Sie hat sich selber im Sande verlaufen.
Lassen.
    kuehl

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Samstag, 19. September 2009
"Wenn ich lachen möchte, mache ich Sex." Sprachs und legte auf.
    kuehl

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Freitag, 4. September 2009
Schwierig, zwischen den Welten zu sein.
Mit einem Salmiakhauch im Rachen schob sie die Woche von sich.
Wog schwer am Erlebtem und ihr Glaube schmiegte sich in all ihr Handeln.
Sie musste aufpassen, beim Anzünden der Zigarette, das könnte einen Feueratem ergeben.
Am Ende fiel doch wieder der Regen aus den Wolken, nur das Vergangene pulsierte warm und will erinnert werden.
    kuehl

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Letzte Aktualisierung: 2020.08.17, 20:31
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by fantasta (2020.07.24, 11:34)

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